Nocturna von Jenny-Mai Nuyen (2,8 Sterne)

Nocturna: Die Nacht der gestohlenen Schatten

Wenn man etwas liebt, und sei es nur für die Dauer einer Romanerzählung, sorgt man sich darum.

goodreads-Notiz: Magie, Unsterblichkeit und ein Mord. Bisher habe ich absolut nichts an diesem Buch auszusetzen

Leider ist es in diesem Buch nicht bei der Begeisterung geblieben, die ich nach den ersten paar Seiten hatte. Ich habe das Buch irgendwie gemocht, aber konnte mich so schwer reinfinden, dass ich es immer nach nur ein paar Seiten weggelegt habe und es teilweise sogar über Wochen nicht angerührt habe. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem ich entscheiden musste, ob ich das Buch fertig lese, oder ob ich es ungelesen abgebe. Da die Idee großartig war, entschied ich mich für durchziehen und fertig lesen. Es war ein Kampf.

Ich habe eine Theorie, die besagt, dass ich aus einem Buch, dass ich mittelmäßig gut finde, die meisten Zitate herausschreibe, ganz einfach deswegen, weil das Buch gute Themen hat, es mich aber nicht so fesselt, dass ich die Welt um mich herum vergesse und somit auch, dass ich eigentlich Notizen machen wollte. So ist es bei diesem Buch. Es hatte so viele gute Ideen, zu denen ich viele Zitate herausgeschrieben habe, und genau aus diesem Grund kann ich sagen, dass es mich nicht gefesselt hat. Also werde ich in diesem Review Zitate wiedergeben um zu beschreiben, was ich daran gut fand.

Manche Prediger sagten, Viertel wie diese seien die Bruststätte allen Übels, aber in Wirklichkeit waren sie die Quelle des Lebens. Was hier kochte und brodelte, wimmelte und wuselte, das war die Natur und was die Menschen aus ihr machten.

„Die Frage“, sagte er tonlos, „ist, ob es einen Tod gibt ohne Leben.“

„Und das Schlimme ist, dass wir alle ausnahmslos selbstsüchtig sind. In unseren Herzen lieben wir nur uns … Wir lieben nur uns, weil wir nur uns spüren können und nur unsere eigenen Gedanken wirklich begreifen.“

„Denn Gaben wie die unsrigen gehen mit finsteren Brüdern einher – Gier und Macht und Größenwahn.“

„Ich fragte mich also, wie die meisten – wenn nicht alle – Kräfte des Universums entstehen. Die Antwort ist: Magnetismus.“

„Wenn ich dir erklären würde, wieso ein Gemälde schön ist, würde es dadurch seine Schönheit nicht verlieren. So ist es auch mit den Wundern der Natur.“

„Dabei kann jedes Orakel, jeder Zufall eine gerechtere Welt schaffen als jemand, der als Einziger zu wissen meint, was das Beste für die Menschen ist.“

Aus all diesen Gründen habe ich beschlossen, das Buch weiterzulesen, obwohl alles was dazwischen passierte, mich eher zum Aufgeben bringen wollte. Am Ende war ich größtenteils froh gewesen. Leider hatte es aber nicht alle Fäden so zusammengebracht, wie ich es mir während des Lesen vorgestellt und erhofft hatte. Nicht jedes offene Geheimnis des Buchs, oder zumindest die, die ich gelöst haben wollte, wurde aufgedeckt. Der Showdown war kleiner als erwartet und danach kam das Ende ziemlich schnell und ich hatte noch ein paar offene Fragen, beziehungsweise war verwirrt, wie manches nun funktioniert hatte. Alles in allem war das Ende, bei meinen Erwartungen, zufriedenstellend, genauso wie das gesamte Buch.

„Nun, zwischen Prinzen und Schnecken schien mir der richtige Ort, um über Zauberer und Motten zu sprechen.“

Bewertung

Idee: 4 Sterne
Charaktere: 4 Sterne
Umsetzung: 2 Sterne
Schreibstil: 3 Sterne
Allgemeine Bewertung: 3 Sterne
Persönliche Bewertung: 1 Stern

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