Eternity – Ewig ist zu lang von Andalie Herms

Buchtitel: Eternity – Ewig ist zu lang
Reihe:
Autor:
Andalie Herms
Fiction/Non-Fiction: Fiction
Genre: Romance / Fantasy / Crime
Seitenzahl: 278
Verlag: [self-published]
Datum: 21. Mai – 22. Mai 2016
Bewertung: 3,8 Sterne

 „Zu Zeus‘ Töchtern gehören die neun Musen“, fuhr der Wanderer unbeeindruckt fort. „Eine davon, Euterpe, ist die Muse der musikalischen Künste.“

Das Buch wollte ich aus verschiedenen Gründen lesen. Da war einmal der mythologische Aspekt, die Musen. Da war die Aussicht auf eine Romanze, die wegen dem fantastischen Teil problematisch werden könnte, aber zweifelsohne in einem Happily Ever After enden würde. Und da war Musik, Rockmusik. Da kann ich selten nein sagen – besonders mit Aussicht auf eine Geschichte ohne Sex, Drugs and Rock’n’Roll.
Die Musik dann gepaart mit dem musikalischen Einfluss einer Muse – wie sollte ich Widerstehen? Ich musste wissen, wie diese mythologische Sache in die moderne Musik integriert wurde und welche Kommentare sich der Erzähler über die Musikentwicklung mit und ohne musischen Einfluss erlaubte.
Interessanterweise habe ich während dem Lesen eine vorgefertigte Playlist angehört, die laut Beschreibung das neuste der derzeitigen Charts zu bieten hätte, aber von der viele Songs gesampelt waren, das heißt, teilweise und merklich von älteren Songs inspiriert und beeinflusst wurden. Im Hinblick darauf ließ mich besonders eine Stelle im Buch schmunzeln.

Ich habe schon einige Fantasy-Bücher gelesen, Bücher über Vampire, Hexenmeister, Engelswesen, Bücher über Nachkommen der griechischen, römischen, nordischen oder auch irischen und walisischen Mythologie, aber keines dieser Bücher war so menschlich und demütig, etwas Besonderes, etwas Fantastisches zu schaffen. In diesem Buch geht es um die griechische Mythologie, um die Töchter des Göttervaters Zeus, der neun Musen. Da es um Musik geht, steht besonders Euterpe im Vordergrund, die Muse der musikalischen Künste. Doch auch sie wird in ihrer göttlichen Abstammung kaum erwähnt. Stattdessen geht es um Menschen, die durch ihre angeborenen Talente erwählt wurden, ihre Muse unter die Menschen zu bringen, also ihr göttliches Objekt auf der Erde sicher bewahren, dass es die Menschen inspirieren kann. Es geht um diese Menschen, eine Gruppe von sieben Männern, die erwählt wurde, um der Menschheit über Jahrhunderte Musik zu geben. Diese sieben Männer, von denen sich schließlich einer verliebte und dem Eid entsagte und ein anderer zu Beginn des Buchs umgebracht wurde, sind mit siebenhundert Jahren, beinahe unglaublich, extrem menschlich geblieben, halten sich im Hintergrund, aber veröden auch nicht. Sie sind einfach nur die Wächter Euterpes Flöte, ohne jegliche (persönliche) Bevormundung durch ihre Stellung oder ihre Unsterblichkeit. Ich glaube, das hat mir am besten am ganzen Buch gefallen.

Das Buch war also aus fantastischer Sicht nicht sonderlich groß aufgezogen, was ich sehr gut fand. Das Fantastische muss nicht immer im Vordergrund stehen, es kann auch einfach nur sein. Das Buch hat mich aber, davon abgesehen, überrascht, da es sich auch als kleiner Krimi herausstellte. Es gab einen Mord und es gab jede Menge Ermittlungsarbeit. Da hat sich die Erzählung vielleicht etwas übernommen, denn hier hat leider die Liebe zum Detail gefehlt, die großen Ausschweifungen, die Probleme im Gegensatz zu dem überwältigenden Erfolg. Damit will ich nicht sagen, dass für die Ermittler immer alles glatt lief, aber die Probleme waren nie mehr als Kleinigkeiten, da der ursprüngliche Plan sowieso nicht allzu toll war. Das Ende war dementsprechend schon sehr bald hervorzusehen.

Das Niveau und der Schreibstil waren durchschnittlich. Persönlich empfand ich den Schreibstil als angenehm, denn er hat mich nicht herausgefordert und genau aus diesem Grund habe ich das Buch angefangen zu lesen. Ich wollte etwas, dass ich schnell und zwischendurch lesen kann, etwas das mich nicht anstrengt – ich möchte nicht sagen, etwas das nebenher passiert, denn ich war durch und durch in das Buch investiert. Aber es war nicht anspruchsvoll, es war pure Unterhaltung und hier konnte es auch wirklich punkten. (Dementsprechend fehlte es der Geschichte, vor allem aber den Charakteren, etwas an Tiefe.)

„Zum Leben gehören Gefühle, die guten und schönen, aber auch der Schmerz und die Verzweiflung.“

Bewertung

Idee: 5 Sterne
Handlungsentwicklung: 4 Sterne
Tempo: 4 Sterne
Charaktere: 3 Sterne
Schreibqualität: 3 Sterne
Leseleichtigkeit: 4 Sterne
Durchsichtigkeit: 4 Sterne
Cover/Fotos/Illustrationen: 4 Sterne
Unterhaltung/Persönliche Bewertung: 4 Sterne
Allgemeine Bewertung: 3 Sterne

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  1. Pingback: Book Shopping April and May 2016 – Annie

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